| Hier
finden Sie zunächst Wissenswertes über die Astrologie im allgemeinen
und weiter unten ein Stichwortlexikon wichtiger astrologischer Begriffe. |
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| Was ist
ein Horoskop? |
| Der Begriff
Horoskop stammt aus dem griechischen und bedeutet übersetzt "Stundenschau".
Das vom Astrologen erstellte Horoskop ist somit eine schematische Darstellung
des Himmels zur Stunde und am Ort der Geburt eines Menschen. Die Astrologie
geht vom Analogiegesetz "wie unten - so auch oben" oder "wie im kleinen
- so im großen" aus und schließt aus den Gestirnsständen auf den Menschen
mit seinen Anlagen, Möglichkeiten und Fähigkeiten. Nicht erkennbar sind
aus dem Horoskop Faktoren wie bspw. Religion, Hautfarbe oder das soziale
Umfeld. |
| So betrachtet
kann das Horoskop auch als Bild der inneren menschlichen Natur verstanden
werden. Dadurch wird das Horoskop zu einer Seelenlandkarte, mit deren
Hilfe es möglich wird, ein individuelles und tiefgründiges Bild der menschlichen
Natur zu erstellen. Bei genauerer Betrachtung des Horoskopes wird deutlich,
daß dieses sehr komplex ist. Dabei kann man sich vorstellen, daß es wie
eine Zwiebel mit mehreren Schichten aufgebaut ist. Im außen liegenden
Häusersystem wird der Mensch in seiner Umwelt beschrieben, nach innen
fortschreitend gelangt man schließlich zur Horoskopmitte, die den "Seelenkern"
symbolisiert. Die vielen verschiedenen Teile des Horoskopes und ihre unzähligen
Kombinationsmöglichkeiten untereinander sind gleichzeitig ein Garant dafür,
das jedes Horoskop individuell und einmalig ist. Dadurch wird klar, daß
im Horoskop der einzelne Mensch in seiner ganzen Vielschichtigkeit erfaßt
wird. Einen Menschen dagegen nur über sein sogenanntes "Sternzeichen"
erfassen zu wollen, würde diesem sicher nicht gerecht. |
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| Astrologische
Prognose |
| Immer wieder
wird der Begriff der Astrologie mißbraucht, indem bei den Menschen
der Eindruck vermittelt wird, mit Hilfe der Astrologie könne man
die konkrete Zukunft vorhersagen. Der Hintergrund sind meist die finanziellen
Interessen einiger gewissenloser Menschen und Unternehmen (oder solche,
die keine ausreichenden Kenntnisse haben), die sich unter dem Deckmantel
der Astrologie schamlos ihre Taschen füllen. Dadurch wird mit den
Ängsten und Sorgen der Menschen gespielt und diese um die Möglichkeiten
einer erhellenden und erkenntnisspendenden astrologischen Fachberatung
betrogen. |
| Daß
Astrologie die Zukunft vorhersagen kann ist definitiv falsch und durch
unzählige Studien und Statistiken zweifelsfrei erwiesen und auch
so im Thesenpapier astrologischer Vereinigungen schriftlich niedergelegt
(einzusehen z.B. unter www.astrologenverband.de).
Es mag einzelne hellsichtige Menschen geben, die dies können, die
Astrologie als solches kann es sicher nicht. Wenn ein Astrologe im Ausnahmefall
gleichzeitig hellsichtig sein sollte, ist er laut Berufsordnung des DAV
dazu angehalten, darauf gesondert hinzuweisen. |
| Prognostische
Methoden in der Astrologie können zum Beispiel sehr aufklärend
bei der rückschauenden Lebenslaufanalyse (Metagnose) eingesetzt werden.
Auf die Gegenwart bezogen lassen sich auf diese Weise aktuell besonders
betonte Lebensbereiche herausarbeiten und welche Chancen und Aufgaben
damit im Moment verbunden sind. Auch lassen sich Zeiträume eingrenzen,
in denen man mit diesen Themen zu tun hat. Nicht möglich ist es jedoch,
den konkreten Ausgang einer Sache mit Hilfe der Astrologie vorauszusagen.
Hier hat der einzelne Mensch selbst einen gewichtigen Einfluss und Wahlmöglichkeiten.
Daß ein guter Berater aufgrund seiner Intuition und Erfahrung manchmal
ahnt, in welche Richtung sich ein Sachverhalt bewegen wird, hat nichts
mit Hellseherei zu tun. |
| Astrologische
Prognose ist, mit Sachverstand eingesetzt, eine gute Zusatzmethode aber,
entgegen der Darstellung in den sensationsorientierten Medien, eher der
schwächste Teil der Astrologie. Ihre Stärke liegt unzweifelhaft
in der Charakterkunde und der (Selbst-) erkenntnis. |
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| Arabische
Punkte - Auch sensitive Punkte genannt. Sie werden aus der Position
zweier Planeten und dem AC oder MC abgeleitet. Es existieren eine Vielzahl
solcher Punkte wie z.B. Glückspunkt, Berufspunkt, Liebespunkt usw. |
| Aspekte
- Zieht man eine Linie vom Erdmittelpunkt zu einem Planeten und eine zweite
zu einem anderen Planeten ergibt sich daraus ein Winkel. Verschiedene
dieser Winkel gelten als astrologisch bedeutsam und werden als Aspekte
bezeichnet. Die astrologischen Aspekte zeigen die Verschaltung der Wesenskräfte
innerhalb eines Menschen an. Als Hauptaspekte gelten die Konjunktion 0°,
das Sextil 60°, das Quadrat 90°, das Trigon 120° und die Opposition
180°. |
| Aszendent
- Das aufsteigende Zeichen am östlichen Horizont zum Zeitpunkt und vom
Ort der Geburt aus gesehen. Beschreibt das Selbstbild des Menschen und
wie er von außen wahrgenommen wird. |
| Chiron
- Ein Kleinplanet mit einer stark exzentrischen Umlaufbahn zwischen Saturn
und Uranus. Wird in der Astrologie als Heiler und Vermittler zwischen
der körperlichen und geistigen Welt gesehen. |
| Combin
und Composit - Zwei unterschiedliche Methoden, bei denen aus der Mittlung
der Geburtshoroskope zweier Partner ein neues Horoskop erstellt wird,
welches die Beziehung dieser Menschen darstellt. |
| Dekanat
- Einteilung jedes Tierkreiszeichens in drei Abschnitte zu je zehn Bogengraden
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| Deszendent
- Liegt dem Aszendent genau gegenüber und beschreibt u.a. das Partnerbild
des Menschen. |
| Direktionen
- Gruppe von klassischen Prognosemethoden. Bei der Primärdirektion werden
z.B. die Faktoren des Radix um den Schlüssel 1 Jahr = 1 Grad vorgeschoben
und mit dem Geburtshoroskop verglichen. |
| Ephemeriden
- Ein Nachschlagewerk, in dem in Tabellenform die Stellung der astrologischen
Planeten zu jedem Tag für eine bestimmte Anzahl von Jahren angegeben wird.
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| Ekliptik
- Die scheinbare Bahn der Sonne um die Erde, in Wirklichkeit die Erdbahnebene.
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| Elemente
- Durch die vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser wird das Temperament
eines Menschen ausgedrückt. Jedes der vier Elemente wird je drei Tierkreiszeichen
zugeordnet. |
| Frühlingspunkt
- Der Punkt, an dem die Sonne bei ihrem (scheinbaren) Lauf um die Erde
den Himmelsäquator von Süden nach Norden überquert oder anders ausgedrückt,
einer der beiden Schnittpunkte zwischen Ekliptik und Himmelsäquator. Die
Wanderung des Frühlingspunktes wird auch mit den astrologischen Zeitaltern
(wir befinden uns gerade im Übergang von Fische- zum Wassermannzeitalter)
in Verbindung gebracht. |
| Geozentrisches
Weltbild - Bis zu Kopernikus (dieser führte das heliozentrische Weltbild
ein) galt die Vorstellung, die Erde sei der Mittelpunkt des Universums
und die Planeten drehen sich um sie. Da die Astrologie den subjektiven
Standpunkt des Betrachters auf der Erde einnimmt, arbeitet die Astrologie
noch heute mit dieser (subjektiven) Sichtweise. |
| Greenwich
Zeit - Die am Nullmeridian gültige Weltzeit, auch Greenwich Mean Time,
Weltzeit oder Universal Time (UT) genannt. |
| Häuser
- Die Sterne ziehen im Laufe einer 24-stündigen Erdumdrehung scheinbar
am Himmel entlang. Dieser Weg wird in zwölf (meist unterschiedlich große)
Abschnitte geteilt, die astrologischen Häuser oder Felder. Jedes dieser
Häuser symbolisiert einen Lebensbereich und im individuellen Horoskop
erkennt man, welche Lebensbereiche wie beim einzelnen Menschen gefordert
werden. |
| Häuserspitze
"Beginn" eines astrologischen Hauses. |
| Häusersystem
- Es existieren unterschiedliche Methoden, die astrologischen Häuser zu
berechnen. Die gebräuchlichsten sind die Systeme nach Placidus, Koch (GOH)
und die äquale Manier. |
| Heliozentrisches
Weltbild Der heutige Wissensstand, mit der Sonne im Zentrum unseres
Sonnensystems. Steht im Gegensatz zur antiken Vorstellung des geozentrischen
Weltbildes. |
| Horizont
- Die Verbindung von Aszendent und à Deszendent. Teilt das Horoskop in
eine Tag- und Nachhälfte. |
| Horoskop
Die grafische Darstellung des Himmels zum Zeitpunkt und vom Ort einer
Geburt aus gesehen. Astrologisch betrachtet spiegelt sich in ihm der Mensch
als Ganzes, ist in diesem Sinne eine Seelenlandkarte |
| Imnum
Coeli (IC) - Die Himmelstiefe, steht dem Medium Coeli genau gegenüber.
Beschreibt das Verhältnis eines Menschen zu Heimat, Herkunft und Familie
und wird im Zusammenhang mit kollektiven Themen gesehen. |
| Kleinplanet
- Himmelskörper, die wie die Planeten um die Sonne kreisen. Eine Vielzahl
von Kleinplaneten wie Ceres oder Pallas finden sich im sogenannten Asteroidengürtel.
Aber auch der in der Astrologie bekannte Chiron gilt als solcher. |
| Lilith
- Ein rechnerischer Punkt, der sich aus der Mondbahn ableitet. Auch als
"schwarzer Mond" bekannt wird Lilith häufig mit der verborgenen und mysteriösen
Seite der Weiblichkeit in Verbindung gebracht. |
| Medium
Coeli (MC) - Die Himmelsmitte oder anders ausgedrückt: wenn vom Standpunkt
des Betrachters aus die Sonne mittags auf ihrem Meridian erscheint. Bezeichnet
im Horoskop den Punkt von Beruf und Berufung. |
| Meridian
- Der Großkreis an der Himmelskugel, der durch die beiden Himmelspole
und, vom Standpunkt des Betrachters aus gesehen, durch Zenit und Nadir
führt. |
| Mondknoten
- Die Mondknotenachse bezeichnet die beiden Schnittpunkte der Mondbahn
mit der Erdbahnebene (aufsteigender und absteigender Mondknoten). Bereits
in der Antike bekannt, ermöglicht die Kenntnis der Mondknoten die Berechnung
von Sonnen- und Mondfinsternissen. Der absteigende Mondknoten wird mit
bereits Erlebtem, der aufsteigende mit zukünftigen Entwicklungswegen in
Verbindung gebracht (siehe auch "Die Botschaft
der Mondknoten", vom Verfasser 2004 veröffentlicht). |
| Mundanastrologie
- Die Astrologie der "Völker, Länder und Städte". |
| Orbis
- Die Abweichung in Grad vom exakten Winkel, die einem astrologischen
Aspekt zugestanden wird, um trotzdem noch wirksam zu sein. |
| Planeten
- In der Astrologie bezeichnet man alle Planeten unseres Sonnensystems
und der Einfachheit halber auch Sonne und Mond als Planeten. Die Himmelskörper
von Sonne bis Saturn waren bereits in der Antike bekannt; Uranus, Neptun
und Pluto gelten als kollektive oder transsaturn'sche Planeten. Teilweise
werden in der Astrologie in ähnlicher Weise auch rechnerische Punkte wie
die Mondknoten oder Kleinplaneten wie Chiron mit einbezogen. Symbolisiert
werden durch die astrologischen Planeten die Wesenskräfte des Menschen.
So steht - vereinfacht ausgedrückt - bspw. der Mond für unsere
Art zu fühlen oder Merkur für die Kommunikationsfähigkeit. |
| Qualitäten
- Die drei Qualitäten oder astrologischen Kreuze sind das kardinale, das
fixe und das veränderliche oder bewegliche Kreuz. Jede der drei Qualitäten
ist je vier Tierkreiszeichen zugeordnet. Ausgedrückt wird durch sie die
Motivation eines Menschen. |
| Radix
- Das Geburtshoroskop eines Menschen. |
| Rückläufigkeit
- Ein von der Erde aus zu beobachtender Effekt, der das scheinbare Zurückwandern
eines Planeten im Tierkreis bezeichnet. Auch Retrograd genannt im Gegensatz
zur Direktläufigkeit. Steht ein Planet rückläufig, wird sein Symbolgehalt
als eingeschränkt gültig betrachtet. |
| Sensitive
Punkte - Siehe arabische Punkte |
| Solarhoroskop
- Auf die gradsekundengenaue Sonnenwiederkehr berechnetes Horoskop, welches
ein Themengeber für das kommende Lebensjahr eines Geborenen ist. |
| Sternzeichen
- Volkstümlicher Begriff für die Tierkreiszeichenposition der
Sonne zum Zeitpunkt der Geburt - der astrologische Fachbegriff lautet
"Sonnenzeichen". |
| Stellium
- Eine Gruppe von mehr als zwei Planeten, die in Konjunktion, also eng
beieinander stehen. Die beteiligten Planeten spielen eine wichtige, oft
die wichtigste Rolle in einem Horoskop. |
| Synastrie
- Die Horoskope zweier Partner werden aufeinandergelegt und die Aspekte,
die sich zwischen den Planeten beider Partner bilden, zeigen die Art und
Weise ihrer Verträglichkeit. |
| Tierkreis
- Der imaginäre zwölfteilige Messkreis entlang der Ekliptik, auf dem sich
die Planeten bewegen |
| Tierkreiszeichen
- Der Kreis der zwölf Tierkreiszeichen war ursprünglich ein Kalender
und steht in der Astrologie für die innere Anlagestruktur des Menschen.
So weist - vereinfacht ausgedrückt - bspw. ein widderbetonter Mensch
oft Mut, Lebhaftigkeit und Pioniergeist auf oder ein steinbockbetonter
Mensch Ehrgeiz und Verläßlichkeit. Diese Aussagen beziehen
sich auf die jeweils im Zeichen stehenden Planeten und haben nicht unbedingt
etwas mit dem Sternzeichen zu tun. |
| Transite
- Eine häufig verwendete prognostische Methode, bei der die laufenden
(transitierenden) Planeten in Bezug zum Geburtshoroskop gesetzt werden.
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| Zodiak
- Synonym für den Tierkreis. |
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