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Gedanken zur astrologischen Prognose

Was ist eigentlich ein Horoskop?

Das vom Astrologen erstellte Horoskop ist eine schematische Darstellung des Himmels zur Stunde und am Ort der Geburt eines Menschen. Die Astrologie geht vom Analogiegesetz „wie unten – so auch oben“ oder „wie im kleinen – so im großen“ aus und schließt aus den Gestirnsständen auf den Menschen mit seinen Anlagen, Möglichkeiten und Fähigkeiten.
Das Horoskop kann als ein Spiegel der inneren menschlichen Natur verstanden werden. Dadurch wird es zu einer Seelenlandkarte, mit deren Hilfe es möglich wird, ein individuelles und tiefgründiges Bild der menschlichen Natur zu erstellen.
Bei genauerer Betrachtung des Horoskopes wird deutlich, daß dieses sehr komplex ist. Man kann sich vorstellen, daß es wie eine Zwiebel mit mehreren Schichten aufgebaut ist. Im außen liegenden Häusersystem wird der Mensch in seiner Umwelt beschrieben, nach innen fortschreitend gelangt man schließlich zur Horoskopmitte, die den „Seelenkern“ symbolisiert. Die vielen verschiedenen Teile des Horoskopes und ihre unzähligen Möglichkeiten der Kombination untereinander sind gleichzeitig ein Garant dafür, das jedes Horoskop individuell und einmalig ist.

Kleines Lexikon der Astrologie

Arabische Punkte – Auch sensitive Punkte genannt. Sie werden aus der Position zweier Planeten und dem AC oder MC abgeleitet. Es existieren eine Vielzahl solcher Punkte wie z.B. Glückspunkt, Berufspunkt, Liebespunkt usw.
Aspekte – Zieht man eine Linie vom Erdmittelpunkt zu einem Planeten und eine zweite zu einem anderen Planeten ergibt sich daraus ein Winkel. Verschiedene dieser Winkel gelten als astrologisch bedeutsam und werden als Aspekte bezeichnet. Die astrologischen Aspekte zeigen die Verschaltung der Wesenskräfte innerhalb eines Menschen an. Als Hauptaspekte gelten die Konjunktion 0°, das Sextil 60°, das Quadrat 90°, das Trigon 120° und die Opposition 180°.
Aszendent (AC) – Das aufsteigende Zeichen am östlichen Horizont zum Zeitpunkt und vom Ort der Geburt aus gesehen. Beschreibt das Selbstbild des Menschen und wie er von außen wahrgenommen wird.
Chiron – Ein Kleinplanet mit einer stark exzentrischen Umlaufbahn zwischen Saturn und Uranus. Wird in der Astrologie als Heiler und Vermittler zwischen der körperlichen und geistigen Welt gesehen.
Combin und Composit – Zwei unterschiedliche Methoden, bei denen aus der Mittlung der Geburtshoroskope zweier Partner ein neues Horoskop erstellt wird, welches die Beziehung dieser Menschen darstellt.
Dekanat – Einteilung jedes Tierkreiszeichens in drei Abschnitte zu je zehn Bogengraden
Deszendent (DC) – Liegt dem Aszendent genau gegenüber und beschreibt u.a. das Partnerbild des Menschen.
Direktionen – Gruppe von klassischen Prognose- Methoden. Bei der Primärdirektion werden z.B. die Faktoren des Radix um den Schlüssel 1 Jahr = 1 Grad vorgeschoben und mit dem Geburtshoroskop verglichen.
Ephemeriden – Ein Nachschlagewerk, in dem in Tabellenform die Stellung der astrologischen Planeten zu jedem Tag für eine bestimmte Anzahl von Jahren angegeben wird.
Ekliptik – Die scheinbare Bahn der Sonne um die Erde, in Wirklichkeit die Erdbahnebene.
Elemente – Durch die vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser wird das Temperament eines Menschen ausgedrückt. Jedes der vier Elemente wird je drei Tierkreiszeichen zugeordnet.
Frühlingspunkt – Der Punkt, an dem die Sonne bei ihrem (scheinbaren) Lauf um die Erde den Himmelsäquator von Süden nach Norden überquert oder anders ausgedrückt, einer der beiden Schnittpunkte zwischen Ekliptik und Himmelsäquator. Die Wanderung des Frühlingspunktes wird auch mit den astrologischen Zeitaltern (wir befinden uns gerade im Übergang von Fische- zum Wassermannzeitalter) in Verbindung gebracht.
Geozentrisches Weltbild – Bis zu Kopernikus (dieser führte das heliozentrische Weltbild ein) galt die Vorstellung, die Erde sei der Mittelpunkt des Universums und die Planeten drehen sich um sie. Da die Astrologie den subjektiven Standpunkt des Betrachters auf der Erde einnimmt, arbeitet die Astrologie noch heute mit dieser (subjektiven) Sichtweise.
Häuser – Die Sterne ziehen im Laufe einer 24-stündigen Erdumdrehung scheinbar am Himmel entlang. Dieser Weg wird in zwölf (meist unterschiedlich große) Abschnitte geteilt, die astrologischen Häuser oder Felder. Jedes dieser Häuser symbolisiert einen Lebensbereich und im individuellen Horoskop erkennt man, welche Lebensbereiche wie beim einzelnen Menschen gefordert werden.
Häuserspitze – „Beginn“ eines astrologischen Hauses. Häusersystem – Es existieren unterschiedliche Methoden, die astrologischen Häuser zu berechnen. Die gebräuchlichsten sind die Systeme nach Placidus, Koch (GOH) und die äquale Manier.
Heliozentrisches Weltbild – Der heutige Wissensstand, mit der Sonne im Zentrum unseres Sonnensystems. Steht im Gegensatz zur antiken Vorstellung des geozentrischen Weltbildes.
Horizont – Die Verbindung von Aszendent und Deszendent. Teilt das Horoskop in eine Tag- und Nachhälfte.
Horoskop – Die grafische Darstellung des Himmels zum Zeitpunkt und vom Ort einer Geburt aus gesehen. Astrologisch betrachtet spiegelt sich in ihm der Mensch als Ganzes, ist in diesem Sinne eine Seelenlandkarte.
Imnum Coeli (IC) – Die Himmelstiefe, steht dem Medium Coeli genau gegenüber. Beschreibt das Verhältnis eines Menschen zu Heimat, Herkunft und Familie und wird im Zusammenhang mit kollektiven Themen gesehen.
Kleinplanet – Himmelskörper, die wie die Planeten um die Sonne kreisen. Eine Vielzahl von Kleinplaneten wie Ceres oder Pallas finden sich im sogenannten Asteroidengürtel. Aber auch der in der Astrologie bekannte Chiron gilt als solcher.
Lilith – Ein rechnerischer Punkt, der sich aus der Mondbahn ableitet. Auch als „schwarzer Mond“ bekannt wird Lilith häufig mit der verborgenen und mysteriösen Seite der Weiblichkeit in Verbindung gebracht.
Medium Coeli (MC) – Die Himmelsmitte oder anders ausgedrückt: wenn vom Standpunkt des Betrachters aus die Sonne mittags auf ihrem Meridian erscheint. Bezeichnet im Horoskop den Punkt von Beruf und Berufung.
Meridian – Der Großkreis an der Himmelskugel, der durch die beiden Himmelspole und, vom Standpunkt des Betrachters aus gesehen, durch Zenit und Nadir führt.
Mondknoten – Die Mondknotenachse bezeichnet die beiden Schnittpunkte der Mondbahn mit der Erdbahnebene (aufsteigender und absteigender Mondknoten). Bereits in der Antike bekannt, ermöglicht die Kenntnis der Mondknoten die Berechnung von Sonnen- und Mondfinsternissen. Der absteigende Mondknoten wird mit bereits Erlebtem, der aufsteigende mit zukünftigen Entwicklungswegen in Verbindung gebracht (siehe auch „Die Botschaft der Mondknoten“, von Uwe Sonnenschein 2004 veröffentlicht).
Orbis – Die Abweichung in Grad vom exakten Winkel, die einem astrologischen Aspekt zugestanden wird, um trotzdem noch wirksam zu sein.
Planeten – In der Astrologie bezeichnet man alle Planeten unseres Sonnensystems und der Einfachheit halber auch Sonne und Mond als Planeten. Die Himmelskörper von Sonne bis Saturn waren bereits in der Antike bekannt; Uranus, Neptun und Pluto gelten als kollektive Planeten. Teilweise werden in der Astrologie in ähnlicher Weise auch rechnerische Punkte wie die Mondknoten oder Kleinplaneten wie Chiron mit einbezogen. Symbolisiert werden durch die astrologischen Planeten die Wesenskräfte des Menschen. So steht – vereinfacht ausgedrückt – bspw. der Mond für unsere Art zu fühlen oder Merkur für die Fähigkeit zur Kommunikation.
Qualitäten – Die drei Qualitäten oder astrologischen Kreuze sind das kardinale, das fixe und das veränderliche oder bewegliche Kreuz. Jede der drei Qualitäten ist je vier Tierkreiszeichen zugeordnet. Ausgedrückt wird durch sie die Motivation eines Menschen.
Radix – Das Geburtshoroskop eines Menschen.
Rückläufigkeit – Ein von der Erde aus zu beobachtender Effekt, der das scheinbare Zurückwandern eines Planeten im Tierkreis bezeichnet. Auch Retrograd genannt im Gegensatz zur Direktläufigkeit. Steht ein Planet rückläufig, wird sein Symbolgehalt als eingeschränkt gültig betrachtet.
Sensitive Punkte – Siehe arabische Punkte Solarhoroskop – Auf die gradsekundengenaue Sonnenwiederkehr berechnetes Horoskop, welches ein Themengeber für das kommende Lebensjahr eines Geborenen ist.
Sternzeichen – Volkstümlicher Begriff für die Tierkreiszeichenposition der Sonne zum Zeitpunkt der Geburt – der astrologische Fachbegriff lautet „Sonnenzeichen“.
Stellium – Eine Gruppe von mehr als zwei Planeten, die in Konjunktion, also eng beieinander stehen. Die beteiligten Planeten spielen eine wichtige, oft die wichtigste Rolle in einem Horoskop.
Synastrie – Die Horoskope zweier Partner werden aufeinandergelegt und die Aspekte, die sich zwischen den Planeten beider Partner bilden, zeigen die Art und Weise ihrer Verträglichkeit.
Tierkreis – Der imaginäre zwölfteilige Messkreis entlang der Ekliptik, auf dem sich die Planeten bewegen
Tierkreiszeichen – Der Kreis der zwölf Tierkreiszeichen war ursprünglich ein Kalender und steht in der Astrologie für die innere Anlagestruktur des Menschen. So weist – vereinfacht ausgedrückt – bspw. ein widderbetonter Mensch oft Mut, Lebhaftigkeit und Pioniergeist auf oder ein steinbockbetonter Mensch Ehrgeiz und Verläßlichkeit. Diese Aussagen beziehen sich auf die jeweils im Zeichen stehenden Planeten und haben nicht unbedingt etwas mit dem Sternzeichen zu tun.
Transite – Eine häufig verwendete prognostische Methode, bei der die laufenden (transitierenden) Planeten in Bezug zum Geburtshoroskop gesetzt werden.
Zodiak – Synonym für den Tierkreis.